Es ist Zeit für eine bessere juristische Ausbildung. Jetzt.
iur.reform setzt sich seit 2019 für die Reform der volljuristischen Ausbildung ein.
Unabhängig.
Wir sind eine ehrenamtliche, überparteiliche und institutionell ungebundene Initiative aus allen Bereichen und Ausbildungsstadien der juristischen Fachwelt.
Wirksam.
Wir treiben die Reform der volljuristischen Ausbildung erfolgreich voran: durch Publikationen, Vorträge und Studien, Stellungnahmen, Gutachten und Informationsangebote.
Zuversichtlich.
Strukturen und Inhalte der volljuristischen Ausbildung sind nicht mehr zeitgemäß – und wir glauben daran, dass eine umfassende Reform gelingen kann.
Wie wir erfolgreich am juristischen Reformprozess mitwirken:
Die größte jemals unter Ausbildungsbetroffenen durchgeführte Umfrage mit über 11.842 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie zeigt: Eine Mehrheit ist unzufrieden mit der juristischen Ausbildung, 71 % sprechen sich für einen integrierten LL.B. aus. Iur.reform verfasst ein politisches Sofortprogramm, dessen Inhalte seitdem regelmäßige Diskussionspunkte im Reformprozess sind.
Iur.reform wirbt in zahlreichen Gesprächen mit der Politik, in Anhörungen und in Publikationen für die Einführung des integrierten LL.B. 12 Bundesländer haben diesen bis 2026 eingeführt.
Iur.reform wirbt in zahlreichen Gesprächen mit der Politik und in Publikationen für das E-Examen. 6 Bundesländer haben das E-Examen bis 2026 eingeführt.
In der Umfrage zur Zufriedenheit mit der juristischen Ausbildung sprechen sich 87 % für blinde Zweitkorrekturen aus. Forderungen nach der blinden Zweitkorrektur schaffen es in das Wahlprogramm einiger Parteien auf Landesebene.
Unser Engagement für eine bessere juristische Ausbildung

Wir beobachten und kommentieren Reformvorhaben und -anstöße aus der Politik und Wissenschaft. Unsere Mitglieder setzen sich in unterschiedlichen Formaten für progressive Reformpositionen ein und stehen als Experten in Anhörungsprozessen, Vortragende, Diskutanden, Podcast-Gäste und in vielen weiteren Rollen zur Verfügung. Wir arbeiten laufend an Projekten, um weitere Reformvorhaben anzustoßen und voranzutreiben.
Warum noch viel zu tun ist:
Reformresistenz
Seit 1869 erfolgten nur punktuelle Anpassungen der juristischen Ausbildung. Das Studium bildet die Realität moderner juristischer Berufsbilder und digitaler Arbeitsweisen nur unzureichend ab.
Nachwuchsmangel
Es mangelt an Nachwuchs. Eine unattraktive Ausbildung verschärft den Mangel an qualifizierten Juristinnen und Juristen – besonders in Justiz und Verwaltung.
Praxisferne
Das Studium orientiert sich entgegen der beruflichen Realität der Mehrheit vorrangig am Richteramt und blendet vielfältige Karrierewege sowie praktische Schlüsselkompetenzen aus. Inhalte wie Soft Skills, Mediation oder Mandatsarbeit fehlen.
Fragmentierte Debatte
Über 250 Fachbeiträge und zahlreiche Stellungnahmen diskutieren Reformideen, bleiben aber in getrennten Fachdiskursen stecken. Es mangelt an gemeinsamen Foren von Studierenden, Praxis, Wissenschaft und Politik.
Hohe Belastung
Stetig wachsender Stoff und Klausuren, nachweislich belastende Prüfungssituationen statt emotional entlastender Strukturen und fairerer Bewertungssysteme.
Unzufriedenheit
Mehr als die Hälfte der Befragten der iur.reform‑Studie ist mit der aktuellen Ausbildung unzufrieden. Trotz klarer Mehrheiten für konkrete Sofortmaßnahmen kommt die politische Umsetzung kaum voran.
Digitalisierungsrückstand
Das Studium bereitet kaum auf digitale Arbeitsweisen vor. Juristische Tools, Legal Tech und moderne Recherchetechnik bleiben Randthemen – obwohl sie den Berufsalltag längst prägen.
Mangelnde Partizipation
Ausbildungsbetroffene haben zu wenig Mitsprache. Über ihre Ausbildung entscheiden Gremien, in denen Studierende und Referendare kaum Gehör finden.
Mängel beim Referendariat
Der Vorbereitungsdienst bleibt hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Er ist überladen und ungleich belastend.